Parasitischer Scheidling Volvariella surrecta

Pilz des Monats Oktober

Beschreibung:

Der 2 – 6 cm breite Hut ist schmutzig weisslich, dünnfleischig. Die Huthaut jung erst feinfilzig, später seidig-faserig, der Rand etwas zottig trocken. Der Stiel ist weisslich, fein flaumig, je nach Standort ist der Stiel gebogen. Basis mit weisser Scheide, und neutralem Geruch. Vorkommen von September bis November auf grösseren deformierten Blätterpilzen. Durch den Befall dieses Pilzes verformen sich die Fruchtkörper des Wirtes, wodurch sie schneller faulen und Lamellen verkrüppeln und steril bleiben. Er liebt anhaltend warme Herbstwitterung. Dieser parasitische Pilz ist wegen seiner Seltenheit zu schonen.

 

Grüner Knollenblätterpilz amanita phalloides

 

Pilz des Monats September

Beschreibung: 

Der 4 -12cm breite Hut ist blass bis kräftig, oliv- oder gelbgrün, oft eingewachsen radikalfaserig, meist kahl, selten mit Velumresten. Mit weissen freien Lamellen. Der Stiel ist weisslich bis grünlich, oft genattert mit hängender weiss oder weissgelblich, oberseits geriefter Manschette. Die Basis ist bescheidet, knollig, mit weissen, häutigen Hüllresten. Der Geruch ist süsslich bis aufdringlich besonders im Alter. Vorkommen von Juni bis Oktober im Laub und Nadelwald, in Gärten und Anlagen. Dieser Pilz ist absolut tödlich.

 

Roter Gitterling clathrus ruber

 

Pilz des Monats August 2019

Beschreibung:

Der Rote Gitterling (Clathrus ruber), ein Saprobiont, gehört zur Familie der Stinkmorchelverwandten. Die Fruchtkörper entstehen aus 2-3cm breiten Hexeneiern mit einer schmutzig-weißen Außenschicht und weißlichen, wurzelartigen Myzelsträngen an der Basis. Das bei der Reifung der Fruchtkörper aus dem Hexenei hervorbrechende, schwammige-poröse, weitmaschigen Netz ist apfelgross, rot bis rosa, bisweilen auch orange gefärbt. Die Fruchtmasse im Inneren des Netzes ist erst grünlich dann grauschwarz und. Ihr aasartiger Geruch lockt Fliegen an, die die Fruchtmasse fressen und so die Sporen verbreiten. Der Rote Gitterling kommt weltweit in tropischen, subtropischen als auch gemäßigten Gebieten vor. In der Schweiz, wo sie eine invasive Art ist, sehr wahrscheinlich eingeschleppt aus dem Mittelmeergebiet, wurde er erst 13 Mal beschrieben und noch nie von der Ostschweiz inklusive Graubünden. Das beiliegende Exemplar wurde von Maria Roffler in einem Garten an Ort und Stelle bestimmt.

 

 

Dattelbraune Ellerling  hygrocybe colemanniana

Pilz des Monats Oktober 2018

 

Beschreibung:

Der Hygrocybe colemanniana oder dattelbraune Ellerling.
Hut und Stiel sind etwas schleimig. Der Hut ist zuerst halbkugelig konvex. Der Hut hat einen Durchmesser von 2 – 5 cm, ist hygrophan, erdfarbig bis rötlich braun, mit einem durchscheinenden gerieften Rand, und in der Mitte mit einem stumpfen bis spitzen Buckel. Die Lamellen sind herablaufend mit Zwischenlamellen, und sind auffällig queradrig verbunden. Die Lamellen sind zuerst weisslich, dann dem Hut fast gleichfarbig. Der Stiel ist 5 – 10 cm, weiss bis blass rötlich braun. Der Pilz wird im Spätsommer am Rand von Laubwäldern, Weiden und (moorigen) Wiesen auf saurem Boden gefunden.

 

 

Berg-Porling  Bondarzewia montana       

Pilz des Monats Oktober 2017

 Beschreibung:

Der Bergporling (Bondarzewia montana) ist als Schwächeparasit oder Saprophyt an Wurzeln oder Strünken von Weisstannen und Fichten zu finden. Aus einem Stiel wachsen mehrere, fächerförmige,100-200 mm grosse Hüte. Die Oberseite der Hüte ist wellig, höckerig, fein, flaumig bis glatt, matt, leicht gezont, haselnussbraun bis gelbbraun. Der Bergporling ist einjährig.

Rand: wellig, Stumpf etwas heller.

Poren: eckig, etwas gezähnelt.

Stiel: strunkartig,100 mm lang und 50 mm dick, meistens mit herablaufenden Poren bedeckt.

Geschmack: frisch scharf, trocken bitterlich.

Dieser Porling ist sehr selten

 

 

Bitterlicher Zwergröhrling   Chalciporus amarellus

Pilz des Monats September 2017

Beschreibung: 

Hut: 15-40 mm, halbkugelig bis konvex, Oberfläche matt, fein filzig, feucht, schmierig. Zum Rand hin mit Rosatönen, Rand lange eingerollt.

Stiel: Jung leuchtend satt gelb, Spitze zart rosa.

Röhrenmündungen: Jung himbeerrot, alt, rostrosa bräunlich, am Stiel ausgebuchtet.

Fleisch: Im Hut gelblich, im Stiel gegen die Basis zitronengelb.

Vorkommen: Unter Fichten und Tannen

Fundort: Lenzerheide

Dieser Pilz ist sehr selten

 

 

Fichtensteinpilz    Boletus edulis

Pilz des Monats August 2017

Beschreibung: 

Hut: 5-25  cm. Hell- bis dunkelbraun, matt, glatt,  feucht klebrig oft heller Rand. Jung halbkugelig, später flacher, wellig gewölbt. Oft von Schnecken angefressen.

Röhren: Jung weisslich, später gelbgrünlich. Am Stiel ausgebuchtet,  Poren eng, nicht verfärbend.

Stiel: Bis 20 cm lang. Fest, jung bauchig, später keulig schlank, weisslich bis hellbräunlich. Weisse Netzzeichnung, besonders im oberen Teil.

Fleisch: Fest, später weich. Weiss, älter blassgelb und unter der Huthaut bräunlich.

Geruch: Angenehm nussartig

Vorkommen: Juli bis Oktober Nadel- Mischwald besonders unter Fichten, Kiefern, Birken.

Sehr guter Speisepilz